Enkel- oder Neffentrick

Veröffentlichungsdatum23.04.2026Lesedauer1 Minute
GEMEINSAM.SICHER

Der Betrug durch den „Enkel“- oder „Neffentrick“ ist eine Form des Betrugs, bei der Kriminelle vorgeben, ein Familienmitglied zu sein, um an Geld oder Wertsachen zu gelangen. Sie nutzen geschickte Gesprächsführung und Täuschung, um ihre Opfer, oft ältere und alleinstehende Menschen, unter Druck zu setzen und zur Herausgabe von Bargeld oder zur Vornahme von Überweisungen
zu bewegen.

Die Täterinnen und Täter rufen beispielsweise mit „Hallo, ich bin‘s!“ an und lassen die Opfer raten, wer anrufen könnte. Dann geben sie eine Notlage vor, in der sie dringend Geld benötigen. Sie
müssten beispielsweise eine Kaution bezahlen oder dringend eine hohe Überweisung tätigen. Im Vertrauen darauf, mit einer verwandten Person zu sprechen, wollen die Opfer gerne helfen – das
übergebene Geld geht dabei verloren.

Typische Warnsignale
• Unerwarteter Anruf (beginnend mit „Rate mal, wer spricht …“)
• Dringende finanzielle Notlage
• Ausübung von Druck durch angeblichen Zeitmangel
• Abholung ist persönlich nicht möglich, sondern erfolgt durch „Freund“
• Keine Erreichbarkeit über bisherige Rufnummer wegen eines neuen Mobiltelefons

Präventionsempfehlungen der Polizei
Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Brechen Sie im Zweifel das Telefonat ab.
Kontaktieren Sie die oder den identifizierten Verwandten über die übliche Rufnummer und bestehen Sie auf ein persönliches Treffen.
Treffen Sie aus der Emotion heraus keine schnellen Entscheidungen.
Übergeben Sie kein Bargeld an Unbekannte oder „Freunde“ des angeblichen Verwandten.
Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihren Wohnraum.

Maßnahmen im Schadensfall
• Erstatten Sie umgehend Anzeige in der nächstgelegenen Polizeidienststelle.
• Notieren Sie die Telefonnummer der Anruferin bzw. des Anrufers.
• Sollten Sie Wertsachen übergeben haben, verständigen Sie sofort den polizeilichen Notruf 133 und geben Sie eine Täterinnen- bzw. Täter- und Fahrzeugbeschreibung durch.
• Klären Sie Verwandte und Freundinnen bzw. Freunde über diese Betrugsform auf.

Weiterführende Links 
Polizeiliche Kriminalprävention
www.kriminalpraevention.gv.at