Die Promenade unterhalb des Schlosses Rorregg ist ein beliebter Geh- und Radweg. Vor einiger Zeit entstanden Löcher in einem Teilstück des Weges, die eindeutig durch einen Biber verursacht wurden. Mit Verfüllungsmaßnahmen konnte die Situation kurzfristig entschärft werden. Eine dauerhafte und sichere Nutzung des Weges konnte damit natürlich nicht gewährleistet werden. Deshalb lud Bürgermeisterin Veronika Schroll zu einer Vorort-Besprechung, um für diesen Nutzungskonflikt eine zukunftsfähige Lösung zu suchen. Gemeinsam mit einem Biberbeauftragten des Landes und einem Vertreter des Grundeigentümers wurde die Situation erörtert.
Der Biber ist laut europäischem Recht streng geschützt, er ist im Anhang II und Anhang IV der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie angeführt. Dies bedeutet, dass ein günstiger Erhaltungszustand für den heimischen Bestand zu erreichen bzw. zu erhalten ist. Deshalb lautete der erarbeitete Lösungsvorschlag des Biberbeauftragten: ein Vertikalgitter neben dem Geh- und Radweg mit einer Tiefe von mindestens einem Meter. Dieses Gitter wurde nun im Auftrag der Marktgemeinde von der Firma Pöchlinger eingebaut. Es soll in Zukunft das Unterminieren des Weges durch den Biber verhindern und die Sicherheit für die Spaziergänger und Radfahrer wieder gewährleisten. Erfreulicherweise wird diese Investition mit 70% durch das Land NÖ gefördert.
Wichtig für alle Nutzer des Weges: aufgrund der hohen Wassersättigung des Geländes neben dem Geh- und Radweg bitte unbedingt am Weg bleiben. Wenn im Bereich der Grabungsarbeiten wieder Pflanzen wachsen, wird sich der Boden nach und nach festigen. Das wird allerdings noch geraume Zeit dauern.
Bitte daher die aktuellen Absperrungen unbedingt beachten!
Ein Dankeschön gilt dem Grundeigentümer für die Erlaubnis der Grabungsarbeiten.
Mit dieser Maßnahme hat die Marktgemeinde Yspertal einen Schritt für den Erhalt eines kleinräumigen und artenreichen Wasserlebensraums gesetzt.
